Unser LF20


Löschgruppenfahrzeug 20

Was bedeuten die Zahlen eigentlich hinter den Fahrzeugbezeichnungen?
In unserem Falle bedeutet die 20 nichts weiter als dass unser Fahrzeug über einen Löschwassertank mit 2000 liter Tankvolumen umfasst.
Stellen wir unser altes TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser) gegenüber des LF’s im Bezug des Tankvolumens, so umfasst dieser 1500 liter mehr.
Dies ergibt neue Möglichkeiten sowie ein effektiveres vorgehen bei verschieden Szenarien.

Vorab noch ein paar Technische Daten zum Fahrzeug

Fahrgestell: Mercedes-Benz Atego 1528
Motor: Reihen 6-Zylinder 6,4L mit 279 Ps 
Antrieb: Heck, Bei bedarf Allrad. Achsen verfügen über Achssperre
Feuerwehraufbau: Rosenbauer

Im folgenden werden wir das Fahrzeug anhand nachfolgenden Bildern erklären.

 

Die Front des Fahrzeuges

Betrachten wir das LF20 zunächst von außen. Was ist nun neu? was ist besser?
Zuerst einmal ist es gegenüber des TSF-W’s deutlich größer, wodurch sich einige Vorteile, sowie Nachteile ergeben. Großer vorteil ist, das wir während einer Einsatzfahrt viel besser wahrgenommen werden, was zu einem durch die Größe begünstigt ist, zum anderen durch eine Druckluftmartinshorn. Abgerundet wird es durch die Frontblitzer. Auch ist es für leichtes bis mittleres Gelände ausgelegt. Durch den großen Löschwassertank können wir im falle eines Waldbrandes viel besser agieren bzw unterstützen. Doch auch ein nicht zu vernachlässigender Nachteil ergibt sich dadurch. Man ist mit dem Fahrzeug nicht mehr so wendig und in engen Straßenabschnitten kann dies auch zu Schwierigkeiten führen

 

Das Heck des Fahrzeuges

 

Am Heck des LF’s sind wir Beleuchtungstechnisch viel besser aufgestellt. Zu einem befinden sich an den oberen ecken Ebenfalls blaues Licht, wodurch der Verkehr im hinteren bereich besser gewarnt werden kann. Unterstützt werden kann dies durch die ebenfalls neue Verkehrswarnanlage. Diese gibt bei bedarf, gelbes Blinklicht nach hinten ab. 

 

 

Auffällig am Heck sind die beiden Haspeln. Links befindet sich die Schlauchhaspel. Dort finden aufgerollte B-Schläuche sowie das nötige Werkzeug Platz für die Wasserentnahme. 

 

 

 

 

 

In der rechten Haspel fand einst bei der Berufsfeuerwehr ein Sprungretter Platz. Nun werden dort benutzte Schläuche oder andere sachen unter gebracht, die separat transportiert werden müssen. 

 

Geräteräume

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einem Feuerwehrfahrzeug sind die Gerätefächer nummeriert. In unserem Fall von eins bis sechs. Das Gerätefach am Heck ist dabei mit GR gekennzeichnet und heißt Gerätefach-Rück. Auf der in Fahrtrichtung gesehen linken Seite befinden sich die ungeraden Nummerierung (G1-G3-G5)  und auf der rechten Seite aller geraden Nummerierung (G2-G4-G6) 

 

In diesem Fach befinden sich für uns viele neue Geräte und Werkzeuge. Unter anderem findet hier ein Hochleistungslüfter Platz. Dieser kommt meist zum Einsatz, nach dem z.B. ein Feuer in einer Wohnung gelöscht wurde. Die noch vorhanden Rauchgase werden mithilfe des Belüfters nach draußen befördert. Platziert wird er am Eingang vom Treppenhaus und in dem Brandraum wird das Fenster geöffnet. Dadurch entsteht der sogenannte Schornsteineffekt.

Ebenfalls neu ist der Nasssauger. Dieser kommt zum Einsatz, wenn es für die Tauchpumpe zu flach wird z.B. in Kellerräumen. 

Desweiteren befinden sich hier:

  • Besen
  • Schaufeln
  • Schornsteinwerkzeug
  • Ersatzflaschen für die Pressluftatmer

sowie zwei Schlauchtragekörbe in den je zwei C-Schläuche platz finden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das wohl mit am wichtigsten gebrauchte Gerät bei der Brandbekämpfung findet in diesem Gerätefach Platz. Die rede ist von zwei Pressluftatmern. Diese sind für den Sicherungstrupp, welcher den Angriffstrupp bei einem Atemschutzeinsatz als Sicherung zur Verfügung steht. Daneben befinden sich zwei Feuerlöscher, sowie eine Kübelspritze. 
Oben drüber finden zwei Trennschleifer sowie Zubehör Platz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im letztem Gerätefach auf der Fahrerseite befindet sich eine Hochdruckanlage. Dieses Gerät ist ebenfalls neu für uns. Es kommt zum Beispiel bei Straßenreinigung oder bei kleinen Ödlandbränden zum Einsatz durch den geringen Wasserverbrauch. 

Weitere Geräte:

  • Tauchpumpe
  • Schuttmulde
  • Werkzeugkasten
  • Kabeltrommel mit zwei FI-Schaltern
  • ein Schaummittelkanister
  • ein B-Schlauch mit angekuppelten Verteiler 

sowie zwei Druckabgänge der Heckpumpe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im ersten Gerätefach auf der Beifahrerseite befinden sich Zahlreiche Brechwerkzeuge sowie Beleuchtungsmittel.

An der Tafel befinden sich die verschiedenen Brech- und Hebelwerkzeuge. Darunter befindet sich ein Starker Stromerzeuger.

 
Hinter der Klappbaren Tafel befinden sich zwei Leitungstrommeln, Warnblitzleuchten sowie ein Stativ für die Strahler. 

 
Dahinter befinden sich die Strahler, sowie Kettensäge, Zubehör für die Kettensäge Verkehrsleitkegel sowie zwei Lichtstarke Led Strahler die per Akku betrieben werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im mittleren Gerätefach befinden sich alle wichtigen Gerätschaften für einen Schaumeinsatz wie zum Beispiel das Schaumrohr, der Zumischer sowie vier Schaummittelbehälter. Außerdem findet hier ein sogenanntes Hygieneboard Platz. Es ist mit Seife, Wasser, Desinfektionsmittel sowie Einmaltücher bestückt. 

Desweiteren sind hier drei Schlauchtragekörbe á zwei C-Schläuche untergebracht. Oben drüber sind noch drei C-Schläuche. 

 

 

 

 

 

 

 

In dem letzten Gerätefach auf der Beifahrerseite befindet sich die Schnellangriffsvorrichtung. Neu dabei ist, das sie nun mühelos aufgerollt werden kann dank Elektrischen antrieb. Darunter befinden sich vier B-Schläuche. Rechts daneben befindet sich eine ausfahrbare Tafel wo jeweils zwei  B- und C- Hohlstrahlrohre Platz finden. Zudem befindet sich dort noch ein Sogenannter Rauchvorhang

Darunter befindet sich wie auf der gegenüberliegenden Seite, ein B-Schlauch mit angekuppelten Verteiler. 

Zusätzlich findet nun ein Schlauchpaket Platz. dies ist für das einfache verlegen einer Schlauchreserve in engen Treppenhäusern, sowie generell für den Angriffstrupp.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Gerätefach befindet sich am Heck des Fahrzeuges. Im Einsatz ist dies nach Ankunft der Einsatzstelle der Hauptarbeitsplatz des  Maschinistens (Fahrzeugführer) 

 

Neben den Geräten zur Wasserentnahme aus Offenen Gewässern, finden hier Schutzanzüge sowie Schutzhandschuhe für gefährliche Stoffe Platz. 

Unten sieht man die Fest verbaute Feuerwehrkreiselpumpe. Viele Neuerungen gegenüber der bisher genutzter TS8 (Tragkraftspritze) sind hier vorhanden. So hat der Maschinist zu einem immer die Tankanzeige des Löschwasser nun im Blick. Außerdem kann er bei bedarf das Fahrzeug nun von hinten Starten bzw Stoppen. Die  Pumpe wird über den Fahrzeugmotor angetrieben, was zu einer deutlich geringeren Geräuschkulisse führt. 

Eine zudem wichtige Neuerung ist der Lichtmast. Er wird vom Maschinisten per Bedienpult gesteuert. 

                                               (Bedienpult)

 

Bei nächtlichen Einsätzen hat dies ein erheblichen Zeitvorteil, da sich der Rest der Gruppe nicht um das Ausleuchten, sowie aufbau kümmern muss. Der Lichtmast ist innerhalb von ein bis zwei Minuten in Stellung. 

 

 

 

 

 

Lichtmast aus der Ansicht von oben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mannschaftsraum sowie Fahrerhaus

 

Das ist der Blick den die Kameraden im Mannschaftsraum nach vorne haben. Links der Maschinist, Rechts der Gruppenführerplatz. Im Prinzip sieht dies Bild wie ein Normaler Lkw aus. Der Maschinist hat alle wichtigen Funktionen Nahe beieinander für die Sondersignalanlage. Dank Aktueller Technik, unser Einsatztablet, kann der Gruppenführer den Maschinisten auf der Anfahrt verschiedene Wichtige Informationen mitteilen wie zum Beispiel die genaue Anfahrt oder nächstgelegene Hydrant. Oben Rechts befindet sich das Digitalfunkgerät womit der Gruppenführer in Verbindung der Leitstelle um noch eventuelle wichtige Informationen zu erhalten.

 

 

 

 

 

Zu einem haben wir nun Platz für eine Gruppe (9 Kameraden)  und die Kameraden können sich schon auf der Anfahrt zur Einsatzstelle mit den Pressluftatmern ausrüsten. Dies hat einen erheblichen Zeitvorteil da der Angriffstrupp nach erreichen der Einsatzstelle sich nicht erst ausrüsten muss, sondern er kann gleich seinen aufgaben nachkommen. Dies hat für die Kameraden noch einen Mentalen vorteil, da sie nicht mehr unter so einen enormen Zeitdruck stehen.